Die Residenz

Residenz des deutschen Botschafters Bild vergrößern Residenz des deutschen Botschafters (© Deutsche Botschaft)

Die Residenz des Deutschen Botschafters in Estland befindet sich auf dem Tallinner Domberg, Lossi plats (Schlossplatz) 7. Sie liegt gegenüber der russisch-orthodoxen Alexander-Newskij-Kathedrale in unmittelbarer Nähe zum Riigikogu, dem estnischen Parlament. Die Bundesrepublik Deutschland hat das Haus vom estnischen Staat gemietet. Am 25. Mai 1994 hat der damalige Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Klaus Kinkel, in Anwesenheit des estnischen Staatspräsidenten Lennart Meri (1929 - 2006) das Haus feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Das Haus Lossi plats 7 war während des 18. und 19. Jahrhunderts im Besitz deutsch-baltischer Adelsfamilien. Der letzte adlige Besitzer, Helmuth von Lilienfeld, verkaufte das Anwesen 1921 an den jungen estnischen Staat.

Zu Beginn der Selbständigkeit Estlands galt das Haus als  eines der am schönsten eingerichteten Häuser in Tallinn. Am 20. Dezember 1921 bezog Konstantin Päts als erster Staatsältester (Ministerpräsident) hier seine neue Residenz. 1934 wurde das Haus dem estnischen Justizministerium übergeben.

Während der deutschen Besatzungszeit von 1941-1944 war das Haus auf dem Domberg Sitz des Kommissars für "Reval-Stadt", d. h. des für Tallinn zuständigen Amtes der deutschen Zivilverwaltung. Nachdem die Sowjetunion Estland erneut besetzt hatte, wurde es  1950/51 Sitz des Gesundheitsministeriums.

Das Haus verfiel zusehends, bis Ende der achtziger Jahre mit der Restaurierung begonnen wurde. Die Bundesrepublik Deutschland führte die Restaurierung schließlich zu Ende.

Heute ist die Residenz, mit ihren Wohn- und Repräsentationsräumen des deutschen Botschafters wieder eines der Schmuckstücke des Tallinner Dombergs.

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Residenz

Die Residenz des deutschen Botschafters

Auszug aus dem Buch "Im freien Estland" von H. von Wistinghausen

Am 25. Mai 1994 wurde das Gebäude Lossi plats 7 feierlich seiner Bestimmung als Residenz des deutschen Botschafters übergeben.