Deutschland verlängert NATO Baltic Air Policing in Estland auf 8 Monate

Eurofighter der deutschen Luftwaffe Bild vergrößern Eurofighter der deutschen Luftwaffe (© Estnische Streitkräfte)

Deutschland verlängert NATO Baltic Air Policing in Estland auf 8 Monate

Zum vierten Mal werden bis zu sechs Eurofighter der deutschen Luftwaffe zur verstärkten Aufklärung und Patrouille im Luftraum der baltischen Staaten eingesetzt. Von Januar bis April 2017 arbeitet das Luftwaffengeschwader 71 aus dem ostfriesischen Wittmund auf dem Fliegerhorst Ämari in Estland. Vorher war dort das Geschwader 74 aus Neuburg an der Donau für 4 Monate stationiert.  Die Verlegung des Geschwaders ist eine Erweiterung der bereits seit 2004 in den baltischen Ländern bestehenden Luftraumüberwachung und zugleich Teil der von der NATO beschlossenen "Reassurance-Maßnahmen" in Reaktion auf die Krise im Osten Europas. Deutschland hat schon 2014  und 2015 die NATO Mission Baltic Air Policing von Estland aus unterstützt.

Bundeskanzlerin Merkel hat bereits 2014 bekräftigt, dass die Bundesregierung die Besorgnisse der Bevölkerung in Estland, Lettland und Litauen verstehe. Sie hatte die Bereitschaft Deutschlands unterstrichen, den baltischen Ländern die notwendige sicherheitspolitische Unterstützung zukommen zu lassen. Die im NATO-Vertrag vereinbarte Beistandspflicht müsse mit Leben gefüllt werden. Dies bedeute neben der bereits zugesagten Luftraumüberwachung eine verstärkte Übungs- und Manövertätigkeit, an der sich Deutschland aktiv beteiligen werde.

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