Helmholtz-Gemeinschaft

Zentren mit einzigartigen Großgeräten

Schülerinnen und Schüler experimentieren im September an deutschen Schulen mit einem Gemisch aus Wasser und Öl und beobachten, wie sich beide Flüssigkeiten zunächst vermischen und dann wieder trennen. Danach sollen sie die Frage beantworten, wie sich die Emulsion in der Schwerelosigkeit verhält. Die richtige Antwort kommt anschließend aus dem Weltraum, wo der deutsche Astronaut Thomas Reiter auf der Internationalen Raumstation ISS das Experiment nachstellt und das Ergebnis erklärt. Möglich macht dieses ungewöhnliche Projekt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, eines von insgesamt 15 großen Forschungszentren, die sich 2001 zur Helmholtz-Gemeinschaft zusammengeschlossen haben. 10000 Wissenschaftler arbeiten in den sechs Forschungsbereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Verkehr und Weltraum an Lösungen für die Welt von morgen. Tausende von Gastwissenschaftlern aus der ganzen Welt kommen jährlich in die Helmholtz-Zentren, um an teilweise weltweit einzigartigen Großgeräten zu arbeiten. Ergebnis: 7000 Publikationen im Jahr, 500 neue Patente jährlich, rund 30 Ausgründungen aus Helmholtz-Zentren und mehr als 12 Millionen Euro Lizenzeinnahmen. An der Spitze der Gemeinschaft steht mit Jürgen Mlynek ein Physikprofessor, der im Jahr 2000 ins Forschungsmanagement wechselte und seit 2005 die Gesamtstrategie vorgibt. Er will vor allem die Marke Helmholtz stärken.

Helmholtz-Gemeinschaft

Helmholtz Gemeinschaft

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.