Kultur und Bildung
Das Kulturreferat koordiniert und unterstützt die in Estland tätigen deutschen Kultur- und Bildungseinrichtungen. Das Goethe-Institut (GI) Tallinn, die beiden Deutschen Kulturinstitute (DKI) in Tallinn und Tartu, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutschsprachige Abteilung des Tallinna Saksa Gümnaasium, der Fachberater Deutsch der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und die Robert-Bosch-Stiftung zählen zu den wichtigsten Institutionen, die im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) der Bundesregierung aktiv sind.
Ein Schwerpunkt der AKBP ist die Förderung der deutschen Sprache auf schulischer und akademischer Ebene. Das deutsche Engagement auf diesem Gebiet wird ergänzt durch den wissenschaftlichen Austausch, den Jugendaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen beider Länder. Auch Städtepartnerschaften und das vielfältige Engagement zahlreicher privater Initiativen tragen wesentlich dazu bei, die Menschen in Estland und Deutschland miteinander in Kontakt zu bringen und das gegenseitige Verständnis und Wissen zu vertiefen.
Deutschland engagiert sich weltweit stark für den Erhalt von Kulturdenkmälern. Jetzt ist Deutschland als neues Mitglied bis ins Jahr 2015 wieder ins Welterbekomitee der UNESCO gewählt worden.
Faszination Welterbe
Blog der Stadtschreiberin in Tallinn
Das Stadtschreiber-Stipendium des Deutschen Kulturforums östliches Europa gewährte Frau Sarah Jana Portner von Mai bis Ende September 2011 einen Aufenthalt in der europäischen Kulturhauptstadt Tallinn, um der breiten Öffentlichkeit das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche gelebt haben bzw. heute noch leben, bekannt zu machen. Die gesammelten Beiträge stehen unter dem eingestellten Link als Lektüre bereit.
Zwölf Monate lang leben und arbeiten die Künstler auf Einladung des Auswärtigen Amts, des Berliner Senats und des DAAD in Berlin und treten in einen spannenden Austausch mit der Stadt und der deutschen Kulturszene. Zentrale Ideen des Programms sind die Freiheit des Schaffens und der künstlerische Dialog: Frei vom Druck der Marktmechanismen wie auch von dem der Zensur sollen sich die Künstler in Berlin ganz ihrer Arbeit widmen können.
Künstlerprogramm
Sie steht für Fairness, Toleranz und friedlichen Wettkampf: Die internationale Sportförderung des Auswärtigen Amtes ist eine weltweite Erfolgsgeschichte und ein Beispiel dafür, wie Sport über sprachliche, politische und kulturelle Grenzen hinweg Brücken bauen kann. In den vergangenen 50 Jahren haben das Auswärtige Amt und seine Partner – darunter der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und die Sportuniversität in Leipzig – mit der internationalen Sportförderung mehr als 1300 Sportprojekte in 100 Ländern unterstützt.
Sport ohne Grenzen
Sie sind gesellschaftliche Brückenbauer und fördern die internationale Verständigung: Sprache und Sport haben mehr gemeinsam als es zunächst den Anschein hat. Was sie verbindet: Beide schaffen Identität, wirken integrativ und bringen Menschen unterschiedlicher Nationalität zusammen.
Wie Sprache und Sport Grenzen überwinden
Mit dem Motto „Wir suchen die Forscher von morgen!“ wurden vor 45 Jahren zum ersten Mal junge Deutsche zu einem Forschungswettbewerb aufgerufen – die Geburtsstunde von "Jugend forscht". Ziel des Wettbewerbs ist es, deutsche Jugendliche für die Wissenschaft und Forschung zu begeistern und den für die Zukunft Deutschlands besonders wichtigen wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. "Jugend Forscht" gilt mittlerweile als Europas größter Nachwuchswettbewerb für die Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.
Jugend forscht
Euopäische Musikbörse
Mit dem Jahr 2009 ist unter dem Dach der Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates das Internetportal "Europäische Musikbörse" gestartet - eine interaktive Informations- und Austauschplattform für gemeinnützig anerkannte Musikschaffende in den Regionen Europas.
Die Website informiert ihre Besucher und Nutzer über aktuelle musikalische Aktivitäten, vermittelt Wissenswertes über regionale Musikkulturen und bietet Möglichkeiten des Austauschs über nationale Grenzen hinweg. Angefangen mit dem Musikleben von Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Deutschland - und weitere Länder werden folgen - ist das Ziel der Musikbörse, in den nächsten Jahren möglicht viele europäische Regionen mit einander zu vernetzen und damit den musikkulturellen Austausch in Europa zu fördern.
Initiative „Schulen: Partner der Zukunft"
Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier hat die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, ein weltumspannendes Netz von mindestens 1.000 Partnerschulen aufzubauen und damit bei jungen Menschen Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und seine Gesellschaft zu wecken.
Aus Estland wurde die 21. Schule aus Tallinn zusammen mit ihrer langjährigen Partnerschule aus Tartu, dem Miina Härma Gümnaasium, in dieses Projekt einbezogen. Im Rahmen eines feierlichen Programmes fand am 23. September 2008 in der Aula der 21. Schule die Unterzeichnung der Vereinbarung statt. Für die deutsche Seite zeichnete Botschafter Julius Bobinger und für die estnischen Schulen die Direktorinnen Frau Naida Toomingas (21. Kool) und Frau Ene Tannberg.